Geschäfts­bericht 2024

Geschäftsentwicklung

2024 war für die rhenag Rheinische Energie AG das erste vollständige Geschäftsjahr nach dem Start der „Rheinlandkooperation“ am 1.April 2023. Unter dieser Überschrift haben die rhenag-Gesellschafterinnen RheinEnergie AG und Westenergie AG ihre Zusammenarbeit im erweiterten Rheinland neu strukturiert. Für rhenag brachte dieses Projekt einen der größten Wachstumsschübe ihrer jüngeren Unternehmensgeschichte.

2024 war für rhenag damit ein besonderes Jahr. Zu den operativen Herausforderungen in dem beschriebenen anspruchsvollen energiewirtschaftlichen Umfeld kam die Aufgabe, den Wachstumsschub zu managen. Um die Organisation und die bestehenden Prozesse an die neue unternehmerische Dimension und die damit verbundenen wirtschaftlichen Ziele anzupassen, wurde 2024 unter dem Namen #rhenag2030 ein umfassendes Strategieprojekt initiiert.

Dieses arbeitsintensive Projekt konnte mit der Definition eines neuen, skalier- und belastbaren Steuerungsmodells sowie klarer strategischer Zielsetzungen für die Handlungsfelder Stadtwerke-Kooperationen, Beteiligungsmanagement und zukunftsfähige Energieversorgung in den ersten drei Quartalen erfolgreich abgeschlossen und zur Umsetzung in die Linienverantwortung übergeben werden. Damit ist es uns 2024 gelungen, organisatorisch, prozessual und inhaltlich die Weichen zu stellen, um unser übergeordnetes Ziel Schritt für Schritt zu erreichen. Kern dieses Ziels ist es, Stadtwerke als entscheidende Akteure für eine nachhaltige und bürgernahe Energieversorgung erfolgreich zu machen.

Im operativen Geschäft konnte rhenag 2024 ihre ambitionierten Ziele allesamt erfüllen.

Nachdem die beiden rhenag-Gesellschafterinnen im Kontext der Rheinlandkooperation zwölf Energieversorgungsunternehmen und zusätzliche Anteile an einer bestehenden Beteiligung auf die rhenag übertragen haben, war das Beteiligungsgeschäft 2024 mit knapp 47 Mio. € das ergebnisstärkste Geschäftsfeld der rhenag. Mit über 30 direkten Beteiligungen zählt die rhenag-Gruppe nunmehr zu den bundesweit größten Netzwerken kommunaler Energieversorger.

Das rhenag-Energiegeschäft als jetzt zweitgrößtes Geschäftsfeld präsentierte sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen insgesamt robust. Der Absatz im nach wie vor wichtigen Gasgeschäft litt zwar unter der erneut milden Witterung, Kundenverluste in größerem Umfang aufgrund des verschärften Wettbewerbs blieben jedoch aus. rhenag verfügt im Stammgebiet über eine unverändert starke Marke, die Kundenbindung war auch 2024 hoch.

Das Dienstleistungsgeschäft blieb auch 2024 auf Wachstumskurs. Neben dem starken Nachfrageschub aus der gewachsenen Gruppe heraus, konnten sechs weitere Stadtwerke als Kunden gewonnen, Schlüsselkunden gesichert und konnte der Umsatz insgesamt gesteigert werden.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 67,7 Mio. € (Vorjahr 71,2 Mio. €). Nach Steuern erwirtschaftete rhenag 2024 einen Jahresüberschuss von 56,6 Mio. € (Vorjahr 55,1 Mio. €).